Kunstschaffende April/Mai 2018

Jürg C. Bächtold

Plastiken


Biografie
Die gestalterische Auseinandersetzung mit dem Material Ton begann Jürg C. Bächtold 1982 in seinem ersten eigenen Atelier in Hochdorf. Schon damals zeichnete sich ab, dass er sich vor allem der keramischen Kunst widmen wollte. Zahlreiche Ausstellungen in der Schweiz sowie Teilnahmen an ausländischen Wettbewerben (Vallauris und Faenza) bestätigen sein Schaffen. Unter anderem wurde er an der III. und IV. World Triennale Exhibition of small Ceramics Zagreb für seine Werke ausgezeichnet. Ausserdem existieren diverse öffentliche Ankäufe. Als Mitverantwortlicher für den Aufbau der M-art Keramik unterrichtete er anschliessend im M-art Haus in Suhr. Nebst eigenem ständigem Experimentieren konnte er sein Wissen u.a. bei Friedrich Stachat (Deutschland) und den Professoren Giovanni Cimatti (Italien) und Imre Schrammel (Ungarn) fachspezifisch erweitern.
Er ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Schweizer Keramiker und Ehrenmitglied des kroatischen Keramikerverbandes.
Seit 2009 lebt und arbeitet er in Schüpfheim. Nach wie vor möchte er seine Erfahrungen in Form von Kunstwerken an Ausstellungen und als keramischer Plastiker und Gestalter in Workshops an Kunstfreunde und Interessierte weiter geben.

Künstlerisches Anliegen
er lässt sich in erster Linie von Gefühlen leiten und versucht, begreifbare Dinge in erlebbare Formen umzuwandeln,um dadurch die Betrachtenden emotional anzusprechen.
Seit Urzeiten ist die Materie in einer kontinuierlichen Umwandlung (Metamorphose) begriffen. Alles unterliegt Kräften und Gegenkräften und ist dadurch einer andauernden Veränderung ausgesetzt. Steine, Felsen (anorganische) und Lebewesen (organische) Materialien werden durch Erosion, Tod und unter dem Einfluss der Zeit (u.a. Naturgewalt) vernichtet, transformiert. Sie wandern in tiefere Schichten; es entsteht Ton, der alle Informationen früherer Epochen in sich birgt. Der Ton wird zu einem Behältnis (Erde), zum Grab mit eben jenen Informationen lebender und toter Materie, in dem seit je alles enthalten, alles vorhanden ist.




Regula Margrit Bill

Malerei


Biografie
Der künstlerische Weg von Regula Bill geht durch verschiedene Welten von Formen, Farben und Materialien. In langen Jahren der Kunstaus- und -weiterbildung wurden ihre Fähigkeiten von der dreidimensionalen Gestaltung als Keramikerin bis zur überzeugenden Bildgestaltung in der Malerei vielseitig geschult. Dabei waren nach der Ausbildung an der Schule für Gestaltung in Bern zahlreiche internationale Fachkräfte für Regula Bill weitere Lehrer und Förderer. In der Malerei waren dies hauptsächlich: Prof. Sándor Dóró von der Hochschule der Künste in Dresden und Beate Bitterwolf von der Akademie für zeitgenössische Kunst in Horn/Gaienhofen (D).

Motivation
Den Arbeiten von Regula Bill liegt kein bewusster Gestaltungsplan zugrunde.
Sie arbeitet immer gleichzeitig an mehreren Bildern und ist im ständigen inneren Dialog mit der Malerei, dem Bildgrund, ihren Händen, ihren Augen, ihren Gefühlen. Dabei wird der schöpferische Akt von Regula Bill zu einem Tanz zwischen ihrem Innern, dem Malgrund, dem in der Hand liegenden Stift, Pinsel, Feder, Schwamm oder den blossen Händen und ihren Augen.Konkrete Vorstellungen werden beiseite geschoben. Sie stören die spontane Wahrnehmung. Oft halten andere Matrialien wie Sande, Aschen, Gräser und Papierfetzen Einzug auf der Bildfläche. Im gedankenlosen Tun öffnet sich ihr neu Geschenktes aus der kreativen Welt. Das Auge ist dabei Begleiter und Wächter. Die Bildgestaltung wird dadurch oft zu einer Welt voller kleiner Geschichten. Diese bleiben durch das Überarbeiten mehr oder weniger sichtbar.
Dem Betrachter erschliessen sie sich je nach dessen ganz persönlicher Art, den Fokus zu setzen und - (wie Anselm Grün eingangs zitiert wird) – seiner Art, auf der Spur seiner Sehnsucht zu wandeln.
Der gesetzte Bildtitel ist nur einer der möglichen Pfade zum Bild-Inhalt. Die Resonanz, die das Gemälde beim Betrachten ergibt, ist eine ganz Persönliche. Sie gehört zum Perpetuum Mobile der Kreativität.



„Bilder wollen Dich nicht zu etwas drängen. Bilder lassen Dir die Freiheit, das zu sehen, was Du sehen möchtest. Aber sie ermöglichen eine neue Sicht. Sie öffnen Fenster, durch die Du eine neue Aussicht erhältst auf eine Wirklichkeit, die Du bisher vielleicht übersehen hast. Bilder holen Dich dort ab, wo Du stehst. Du darfst in die Bilder Deine urpersönlichen Sehnsüchte hineinlegen. Folge nur der Spur Deiner Sehnsucht....“

www.regulabill.com


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